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Im Fall einer längeren Erkrankung zahlt der Arbeitgeber irgendwann kein Gehalt mehr. Dann muss bei der Krankenkasse Krankengeld beantragt werden. Doch wie macht man das eigentlich? Wie hoch ist das? Und was ist, wenn ich wegen der gleichen Erkrankung häufiger krank bin?
Ich möchte hier für euch die wichtigsten Fragen beantworten.

Wie lange erhalte ich eine Lohnfortzahlung, also mein Gehalt weiter?

Der Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet das Gehalt für 6 Wochen, also genau 42 Tage weiter zu zahlen.

Was passiert, wenn ich wegen der gleichen Diagnose immer wieder krank bin?

Wenn du innerhalb von zwölf Monaten (ab dem Beginn der ersten Erkrankung) immer wieder wegen der selben Krankheit zu Hause bleiben musst, dann werden diese Krankheitstage zusammen gezählt, bis die 42 Tage erreicht sind. Der Anspruch auf erneute 6  Wochen Lohnfortzahlung entsteht, wenn du 6 Monaten nicht wegen der gleichen Erkrankung arbeitsunfähig warst.

Wie hoch ist das Krankengeld?

Die Höhe des Geldes liegt bei 70 Prozent des Bruttoeinkommens und ist auf maximal 90 Prozent des Nettoeinkommens beschränkt. Es wird das Jahreseinkommen, mit Urlaus- und Weihnachtsgeld berücksichtigt.

Wo muss ich mein Krankengeld beantragen? Und wie?

Der Antrag und die Auszahlung erfolgt über die Krankenkasse. Normalerweise merkt die Kasse durch die Zusendung der „gelben Krankscheine“ (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung- AU) 😉 wann die 6 Wochen Lohnfortzahlung enden. Wichtig ist hier, dass du der Krankenkasse in jedem Fall die Bescheinigungen zu sendest! Ansonsten weiß die Krankenkasse nichts von deiner Erkrankung.
Da aber auch die Bearbeitung der Meldungen ein paar Wochen dauern können empfehle ich dir, dich telefonisch mit deiner Krankenkasse in Verbindung zu setzen, wenn du weißt das du länger als 6 Wochen krank sein wirst. Du erhältst dann Unterlagen zum Ausfüllen. Unter anderem wird ein Formular für deinen Arbeitgeber dabei sein, in dem er die Höhe deines Gehalts einträgt und an die Kasse sendet. Für die weitere Krankschreibung wirst du dann ein „Auszahlschein“ oder „Pendelformular“ von der Krankenkasse erhalten. Dieses Formular löst zukünftig den „gelben Schein“ ab und muss beim Arzt abgegeben werden. Das Besondere an diesem Formular ist, dass der Arzt auch die voraussichtliche Dauer der Krankheit angibt und ob ggf. weitere Maßnahme (Reha oder ähnliches) erforderlich sind.

Wie lange dauert es bis zur ersten Auszahlung?

Leider kann man das nicht genau sagen. Wie du oben gelesen hast, sind ein Haufen Formulare aus zu füllen. Rechne also mit ein paar Wochen Bearbeitungszeit. Je nachdem wie lange dein Arbeitgeber benötigt, kann es noch länger dauern. Mein Tipp: Dem Arbeitgeber hinterher telefonieren und auch bei der Krankenkasse um schnelle Bearbeitung bitten. Klappt meistens, wenn man freundlich ist. 😉

Muss ich zum Betriebsarzt?

Es kann sein, dass der Arbeitgeber eine Vorstellung beim Betriebsarzt wünscht. Dieser Aufforderung muss man nicht nachkommen. Es kann jedoch förderlich sein, mit dem Arbeitgeber zusammen zu arbeiten, da so auch mehr Verständnis auf Seiten der Firma entsteht.

Der Arbeitgeber bezweifelt das ich krank bin, was kann er tun?

Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit sich an die Krankenkasse zu wenden und seine Zweifel nahe zu legen. Dir Krankenkasse schaltet dann den Medizinischen Dienst, zur Begutachtung ein. In der Regel erhält man von der Krankenkasse eine Einladung zu einem Gutachter. Der Termin wird vorgegeben. Es wird dann von entsprechenden Fachärzten durch Gespräche und ggf. einer körperlichen Untersuchung (je nach Krankheit) die Arbeitsunfähigkeit geprüft. Mein Tipp: Bring die bisherigen Befunde vom Hausarzt mit, das wirkt glaubhafter und kann den Termin abkürzen. Wenn du den Termin nicht wahrnehmen kannst, in jedem Fall bei der Krankenkasse melden. Du wirst dann einen neuen Termin erhalten. Bitte auf keinen Fall unangekündigt fern bleiben!

Wie lange wird Krankengeld gezahlt?

Krankengeld wird wegen derselben Krankheit bis zu 78 Wochen innerhalb von drei Jahren gezahlt. Die 78 Wochen beginnen mit dem Tag, an dem dich der Arzt erstmals wegen der gleichen Krankheit krank geschrieben hat. Andere, zukommende Erkrankungen verlängern diesen Zeitraum nicht.

Das Krankengeld ist ausgelaufen, aber du kannst immer noch nicht arbeiten?

Irgendwann kommt der Bescheid der Krankenkasse, dass die Zahlung am Tag X endet. Jetzt musst du dich leider an das Sozialamt wenden. Entweder wird dann Sozialhilfe gezahlt oder eine Frührente, Rente zur Erwerbsminderung oder Rente zur vollen Erwerbsminderung. Hier kann der Rentenversicherungsträger und das Sozialamt Auskunft geben. Mein Tipp: Frag rechtzeitig bei der Krankenkasse nach, wann das Krankengeld ausläuft. Leider mahlen die Mühlen der Ämter bekanntlich sehr langsam.

Du bist krank geschrieben und verlierst während dessen deinen Job?

Solltest du während einer Krankheit arbeitslos werden, dann erhältst du ab dem ersten Tag der Arbeitslosigkeit Krankengeld. Die Bemessungsgrundlage ist hier das letzte Gehalt. Die 6 Wochen Lohnfortzahlung gibt es in so einem Fall nicht. Mein Tipp: Krankengeld ist höher als Arbeitslosengeld.

Die wichtigsten Informationen noch einmal in Kürze:

  • Das Gehalt wird 6 Wochen, als für 42 Tage gezahlt, danach erhältst du Krankengeld
  • Die Höhe des Krankengeldes beträgt 70% vom Brutto, aber maximal 90% vom Netto
  • Die „gelben Scheine“ müssen unbedingt bei der Krankenkasse abgegeben werden
  • Melde dich bei der Krankenkasse, sobald du voraussichtlich länger als 6 Wochen krank bist
  • Krankengeld wird längstens für 78 Wochen, innerhalb von 3 Jahren gezahlt
  • Man ist nicht verpflichtet zum Betriebsarzt zu gegen
  • Die Krankenkasse kann einen ärztlichen Gutachter zur Überprüfung beauftragen, dieser Termin ist verpflichtend
  • Der Arbeitgeber muss auch bei längerer Krankheit regelmäßig informiert werden
  • Krankengeld ist höher als Arbeitslosengeld
  • Wenn man bei der Krankenkasse um schnelle Bearbeitung bittet, klappt es meistens

Wenn ihr hierzu Fragen oder Anregungen habt, dann gerne einfach in die Kommentare schreiben. Gerne auch, wenn der Artikel für euch hilfreich war.

 

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