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Vermutlich habt ihr auch schon einmal gehört, dass sich Krebszellen von Zucker, also von Kohlenhydraten ernähren. Doch stimmt das wirklich? Und kann man mit einer zuckerfreien Ernährung den Krebs besiegen oder sogar heilen? Kann man ohne Kohlenhydrate denn überhaupt leben? Diese Fragen bin ich für euch auf den Grund gegangen.
Vorab schon mal so viel: Leider kann man Krebs nicht durch den bloßen Verzicht von Zucker heilen (schade eigentlich). Dennoch ist es möglich seine Prognose dadurch positiv zu beeinflussen. Es konnte in Studien sogar eine bessere Verträglichkeit der Chemotherapie nachgewiesen werden. Alles in zusammen schon einmal gute Gründe, um seine Ernährungsgewohnheiten zu überdenken. Ich selber ernähre mich übrigens schon seit 1 Jahr Low- Carb. Auch wenn es immer mal wieder Tage und Wochen gab, in denen meine Selbstbeherrschung schwand. 😉

Zusätzlich zu den bereits genannten Vorteilen bringt eine kolhenhydratfreie Ernährung überschüssige Pfunde zum schmelzen (bei Untergewicht hält sich normalerweise das Gewicht) und ich kann sagen, dass ich seitdem viel mehr Energie habe. Das gute alte „Schnitzel- Koma“ 😉 entfällt und man fühlt sich nach dem Essen zwar satt, aber nicht mehr so voll gefuttert.

Warum lieben Krebszellen Zucker?

Ein Grund ist, dass sich Krebszellen sehr häufig teilen und dadurch einen erhöhten Energiebedarf haben. Es konnte auch nachgewiesen werden, dass Krebszellen den Zucker nicht so gut verwerten können und daher mehr benötigen, um die gewünschte Energie zu erhalten. Wirkt Zucker also wie ein Treibstoff für viele Krebsarten? Hierzu laufen aktuell noch Studien. Fakt ist jedoch, dass viele Diabetes- Patienten mit einem hohen Blutzuckerspiegel besonders häufig an Krebs erkranken.

Kann man den Krebs wirklich „aushungern“?

Die Antwort ist ja, zumindest im Reagenzglas! 😉 Es ist leider sehr schwierig eine ausreichende Zahl von Krebspatienten mit vergleichbaren Erkrankungen zu finden, um ein eindeutiges Studienergebnis zu erhalten. Es gab jedoch eine Pilotstudie, die im Fachmagazin „Nutrition“ veröffentlicht wurde. Forscher um Eugene Fine vom Montefiori Medical Center in New York hatten zehn Patienten, bei denen der Krebs auch nach zwei oder mehr konventionellen Behandlungen (also Standardtherapien) weiter wuchs, die Ketogene Diät (hierzu in meinem 2. Teil mehr) verordnet. Bei sechs der Patienten stabilisierte sich die Erkrankung daraufhin, bei den anderen vier schritt sie dagegen weiter fort. Eine weitere US-Studie um Jeffrey Meyerhardt vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston mit mehr als tausend Darmkrebspatienten fand zur gleichen Zeit ebenfalls einen Zusammenhang zwischen verringerter Aufnahme von Kohlenhydraten und einer verbesserten Überlebensrate. Allerdings sind dies bislang die einzigen Studien direkt am Patienten – „und ein statistischer Zusammenhang allein belegt noch lange keine ursächliche Verbindung“. Bisher gibt es daher keine aussagekräftigen Studien, die eine positive Wirkung der ketogenen Diät auf die Heilungschancen bei Krebs belegen. Eine Studie der Uni Würzburg konnte jedoch immerhin zeigen, dass Krebspatienten, die sich ketogen ernährten, sich gut und sogar besser fühlten als vorher. Auch eine bessere Verträglichkeit der Chemo- und Strahlentherapie wird dieser Ernährungsform zugesprochen. Hierzu habe ich jedoch keine Studien gefunden. Allerdings habe ich Berichte von Krebspatienten gefunden, bei denen die behandelnden Ärzte eine ketogene Diät als Begleittherapie, mit sehr guten Ergebnis, empfohlen haben. Hierbei handelt es sich jedoch um Foren- Beiträge.

Was ist die ketogene Diät?

Hierauf werde ich noch einmal in meinem 2. Teil von „Krebs und Ernährung“ eingehen. Es handelt sich jedoch um eine Ernährungsform, bei der auf Kohlenhydrate überwiegen verzichtet wird. Es werden maximal 20- 30g Kohlenhydrate täglich aufgenommen. Auf Nudeln, Reis, Kartoffeln, usw. wird vollständig verzichtet. Auf Süßes muss man jedoch auch hier nicht verzichten, denn zum Glück gibt es mittlerweile genug Möglichkeiten für einen Zuckerersatz. Auch dazu in den nächsten Wochen mehr. Hier jedoch schon einmal mein absoluter Favorit, schmeckt wie Zucker, sieht aus wie Zucker und man kann es 1:1 auch so verwenden (Kuchen wird allerdings etwas härter):

 

Kann der Körper denn ohne Zucker leben?

Ja das kann er tatsächlich. In der Steinzeit gab es sehr wenige Kohlenhydrate, der Anbau von Getreide kam erst später. Wir ernährten uns überwiegend von Fleisch und Gemüse/ Obst. Aus dieser Zeit hat der Körper noch immer die Fähigkeit aus Fett eine Art „Zucker“ zu machen. (Aus Wasser Wein, wäre mit allerdings lieber 😉 ) Diese Fähigkeit besitzen wir heute zwar immer noch, kommt aber heut zu Tage nicht mehr zum Einsatz, da wir durch die Nahrung genug Zucker aufnehmen. Bei einer ketogenen Ernährung schaltet der Körper jedoch wieder in die „Fettverwertung“ um. Somit fehlt dem Körper nichts. Es werden so genannte „Ketone“ erzeugt die vom Körper als Energielieferanten verwertet werden. Das Gute dabei ist, dass Krebszellen mit den Ketonen nichts anfangen können und dem Krebs damit die Energie entzogen wird.

Soll ich mich also ketogen oder Low- Carb ernähren?

Diese Entscheidung solltest du für dich selber und vor allem zusammen mit deinem Arzt treffen. Gerade wenn du dich noch in laufender Behandlung befindest, solltest du die Ärzte in jedem Fall informieren. Ich habe mich selber eine Zeit lang ketogen ernährt und mir ging es super. Die Kritiker sprechen häufig von einer Mangelernährung. Dies tritt jedoch nur ein, wenn man sich einseitig ernährt und sich nicht ausreichend über die Ernährungsform informiert. Denn eine Paprika z.B. hat genau so viel Vitamin C wie eine Orange.

Meine persönliche Meinung dazu?

Es ist zwar nicht ausreichend nachgewiesen, dass eine kohlenhydratarme Ernährung den Krebs besiegt, aber schaden tut es bei richtiger Anwendung (!) in jedem Fall nicht. Ich würde es daher auf einen Versuch ankommen lassen (wie gesagt, nur meine persönliche, nicht medizinische, Meinung) Auf keinen Fall würde ich jedoch bei einer erneuten Krebserkrankung all zu viel Zucker essen. Hiervon möchte ich euch wirklich abraten! Ob eine ketogene Ernährungsform für dich in Frage kommt, musst du am Ende für dich und nach Rücksprache mit deinem Arzt entscheiden. Solltest du bereits an einer Kachexie leiden, dann sollte die Aufnahme von vielen Kalorien die oberste Priorität sein. Eine ketogene Diät könnte dann vielleicht sogar gefährlich werden. Aber wie bei allem, bitte sprecht mit eurem Arzt.
Aktuell ernähre ich mich Low- Carb. Ich esse zwar Kohlenhydrate, aber in Maßen und ich versuche auf Industriezucker zu verzichten. Aber wie gesagt, ab und an kann ich mich auch nur schwer beherrschen. 😉
Habt ihr eine besondere Ernährungsform?

Ich werde diese Reihe in nächster Zeit fortsetzen, also schau wieder rein!

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