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Keine Pflanze wird so oft in Verbindung mit einer Krebstherapie gebracht wie die Mistel. Die Naturheilkunde hat die Pflanze schon lange für sich entdeckt, die Schulmedizin ist weiter skeptisch. Doch kann eine Mistel- Therapie wirklich helfen Krebs zu bekämpfen?

Was ist die Mistel- Therapie und wie wirkt sie?

Es handelt sich hier um die am besten erforschte Heilpflanze der Welt und dennoch ist die Wirksamkeit bisher aus schulmedizinischer Sicht nicht ausreichend belegt. Die Mistel- Therapie ist dennoch die am meisten durchgeführte Krebsbehandlung im Rahmen der Natuheilkunde. Häufig wird sie neben einer Chemo- oder Strahlentherapie eingesetzt. Auch viele Schulmediziner sind einer Behandlung mit der Pflanze nicht abgeneigt und empfehlen die Mistel- Therapie ihren Patienten. Tendenz steigend.

Der Pflanze soll die folgenden Wirkungen haben:

  • Den „Selbstmord“ (Apoptose) der Krebszellen herbei führen
  • Das Tumorwachstum wird gehemmt oder kommt ganz zum erliegen
  • Das Immunsystem wird gestärkt
  • Die Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie  werden verringert
  • Gewichtszunahme durch erhöhtem Appetit
  • Besseres Allgemeinbefinden
  • Die Infektanfälligkeit geht zurück
  • Die Pflanze wirkt Stimmungsaufhellend
  • Die Überlebenszeit verlängert sich

Aus Studien mit Tieren weiß man, dass die Mistel- Therapie eine positive Auswirkung auf das Immunsystem hat und somit bei der Krebsabwehr helfen kann. In diesen Studien wurde auch eine Wachstumshemmung der Krebszellen festgestellt. Bei einer direkt Einspritzung in den Tumor sind einzelne Krebszellen sogar geschrumpft. Der Mediziner Markus Horneber, Leiter der Arbeitsgruppe Biologische Krebstherapie am Klinikum Nürnberg hat in 2008 hierzu Studien durchgeführt. Hierzu wurden Behandlungen an Menschen aus den letzten 30 Jahren analysiert. Laut Horneber ist es „Insgesamt schwierig, eine Gesamtaussage über die Wirksamkeit von Mistelextrakten zu treffen, denn die Studien zu diesem Thema unterscheiden sich stark in ihrer Methodik, den verwendeten Mistelextrakten und der Art der Anwendung“, betont Horneber. „Allerdings zeigen vielfache ärztliche Erfahrungen, dass Mistelextrakte durchaus Wirkungen haben, zum Beispiel auf das Immunsystem.“

Wie wird die Mistel- Therapie angewendet?

Meistens wir die Therapie als zusätzliche Behandlung zur Strahlen- oder Chemotherapie durchgeführt. Die Therapie wird jedoch auch als präventive Behandlung nach einer Krebserkrankung angewendet, teilweise sogar bis zu 2 oder mehr Jahre nach der Erkrankung. Hier soll weiterhin das Immunsystem gestärkt werden und ein Rezidiv vermieden werden.
Für die Behandlung sind in Deutschland bisher fünf verschiedene Mistelpräparate zugelassen: abnobaVISCUMHelixorIscadorIscucin und Lektinol Diese werden per Injektion unter die Haut gegeben und sollen da Ihre Wirkung entfalten. Eine Zulassung für das direkte Einspritzen in den Tumor gibt es bisher nicht. Die Behandlung führt ein Arzt oder Heilpraktiker durch. Von einer Eigenbehandlung möchte ich an dieser Stelle warnen, da die Therapie nicht für alle Krebsarten geeignet ist und unter Umständen mit anderen Medikamenten reagieren kann.

Gibt es Nebenwirkungen? 

Ja die Therapie hat auch Nebenwirkungen, daher sollte die Behandlung nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Diese sind laut Hersteller:

  • Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle
  • Grippeähnliche Symptome
  • Allergische Reaktionen
  • Probleme mit Hirndruck bei Tumoren und Metastasen im Gehirn
  • Erhöhte Temperatur

 

Zahlt die Krankenkassen die Kosten der Mistel- Therapie? 

Ja einige Krankenkassen übernehmen die Kosten der Therapie. Bitte hier immer im Einzelfall nachfragen. Teilweise übernehmen auch private Zusatzversicherung für Naturheilkunde die Kosten der Behandlung. Zumindest wenn „Leistungen im Rahmen des Hufeland- Leistungsverzeichnis“ im Vertrag abgedeckt sind, sollte die private Krankenversicherung die Kosten tragen. Die Misteltherapie fällte in den Bereich der Anthroposophischen Medizin. Am besten wendet ihr euch mit einem Kostenvoranschlag und einem ärztlichen Befundbericht (natürlich mit Empfehlung des Arztes/ Heilpraktikers) an die Krankenversicherung. Und auch bei einer Ablehnung kann manchmal ein Widerspruch helfen.

Wichtiger Hinweis:

Im Rahmen der Naturheilkunde wird die Mistel- Therapie machmal auch als alleinige Behandlung angeboten bzw. empfohlen. Hiervon kann ich jedoch nur abraten, da die Therapie zwar unterstützend wirkt und meiner Meinung nach auch sollvoll sein kann, aber eine Krebsheilung kann sie wohl nicht herbei führen. Deswegen würde ich mich nie alleine auf die Mistel- Therapie verlassen.

Habt ihr Erfahrungen mit der Mistel- Therapie?

 

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