Lass mich raten.. Du hattest nie Probleme mit deiner Krankenkasse, doch jetzt wo du krank bist, kommt ein Problem nach dem nächsten? Du ärgerst dich über Ablehnungen und die schlechte Beratung..? Keine Angst, so geht es nicht nur dir! Die meisten Menschen sind super zufrieden mit ihrer Krankenkasse. Denn sie haben kaum Berührungspunkte, außer vielleicht mal in Form einer Bonuszahlung, weil man am so genannten „Bonusprogramm“ teilgenommen hat. Wenn man also jung und gesund ist, denkt man nicht wirklich über einen Krankenkassenwechsel nach. Doch manchmal wird man leider krank und plötzlich hat man das Gefühl, nur noch mit der Krankenkasse zu telefonieren. Nachdem du dich dann das 3. mal geärgert hast, kam garantiert auch schon in dir der Gedanke auf diese Krankenkasse einfach wechseln zu wollen. Doch geht das eigentlich, obwohl du krank bist und vielleicht sogar regelmäßig Leistungen, z.B. in Form von Krankengeld, erhältst?

Egal wie krank du bist, die Krankenkasse muss dich aufnehmen!

Im Gegensatz zu der privaten Krankenversicherung, die dich ablehnen kann, muss dich die gesetzliche Krankenversicherung aufnehmen. Egal wir krank du bist! Du hast also jeder Zeit das Recht deine Krankenkasse zu wechseln. 😊

 

Lese auch: Krebsvorsorge- Diese Vorsorgeuntersuchungen übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung 

 

Wie funktioniert der Krankenkassenwechsel?

  • Schritt 1:
    Such dir eine passende neue Krankenkasse. Eine Hilfe bietet dir zum Beispiel die Seite Krankenkasseninfo.de
    Hier können bis zu drei Krankenkassen miteinander verglichen werden. Es schadet auch nicht die in Frage kommenden Krankenkassen selbst noch einmal unter die Lupe zu nehmen und die Webseiten der Kassen zu besuchen. Die Meisten Krankenkassen werben direkt mit ihren zusätzlichen Leistungen. So kannst du recht gut vergleichen. Es hilft auch Freunde und Bekannte zu fragen, wo sie versichert sind. Bitte frag in jedem Fall auch, ob sie schon einmal mit ihrer Krankenkasse in Berührung gekommen sind und welche Erfahrungen sie gemacht haben.

 

  • Schritt 2:
    Kündige jetzt die alte Krankenkasse. Dies ist möglich, wenn du mindestens seit 18 Monaten Mitglied bei deiner Krankenkasse bist. Die Kündigungsfrist beträgt 2 Monate, zum Monatsende. Innerhalb von 14 Tagen wirst du dann die Kündigungsbestätigung erhalten.

 

  • Schritt 3:
    Melde dich jetzt bei deiner Wunschkrankenkasse, schriftlich oder telefonisch und teile Ihnen mit, dass du einen Krankenkassenwechsel durchführen willst. Die neue Krankenkasse wird die Kündigungsbestätigung benötigen. In Deutschland darf man nicht nicht krankenversichert sein. Der Übergang ist daher immer lückenlos.

 

  • Schritt 4:
    Von deiner neuen Krankenkasse wirst du jetzt eine Mitgliedschaftsbescheinigung erhalten. Diese musst du bei deiner alten Krankenversicherung einreichen, damit die Kündigung wirksam ist. Die Krankenkassen sind verpflichtet dich nur raus zu lassen, wenn sie die Mitgliedschaftsbestätigung der neuen Krankenversicherung erhalten. Daher bitte nicht vergessen!

 

Vermutlich wirst du jetzt einige Unterlagen und eine Leistungsübersicht der neuen Krankenkasse erhalten. Und tadaaa, du hast eine neue Krankenkasse gewählt und hoffentlich weniger Ärger. 😊

Aber ACHTUNG: Solltest du bereits Leistungen beziehen, wie zum Beispiel Krankengeld oder Pflegegeld oder auch ein Pflegebett zu Hause haben, dann ist einiges beim Krankenkassenwechsel zu beachten. Hierauf gehe ich nächste Woche näher ein. Die Fortsetzung findet ihr hier: 7- Punkte die du bei einem Krankenkassenwechsel beachten musst

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