Nach meiner Krebserkrankung erzählten mir Freunde und sogar mein eigener Partner das sie sich so hilflos vor kamen und nicht wussten was sie tun konnten. Auch heute noch stelle ich fest, dass die Menschen teilweise entsetzt reagieren wenn sie von meiner damaligen Krebserkrankung erfahren und von meinem Gendefekt.

Eine Freundin rief mich damals im Krankenhaus an und weinte die ganze Zeit. So das ich, die eigentlich Trost brauchte, meine Freundin seelisch wieder aufbauen musste. 🙁

Ich denke gerade für Außenstehende ist es sehr schwer, sie wollen das richtige tun. Nur was ist das Richtige? Einige Menschen wenden sich sogar ab. Aber nicht weil sie keinen Kontakt mehr wollen, sondern weil sie nicht wissen wie sie mit der erkrankten Person umgehen sollen.

Daher ein paar Tipps, wie ihr am besten mit krebskranken Angehörigen umgeht:

  • den Erkrankten nicht die ganze Zeit bemitleiden. Man fängt dann nur wieder an zu weinen, was man meistens selber nicht will.

 

  • versuchen sachlich nach zu fragen wie die weitere Therapie aussieht oder wann man wieder nach Hause kann.

 

  • versuchen so wenig wie möglich vor dem Erkrankten zu weinen. Man weiß selber wie scheiße die Situation ist.

 

  • Ablenkung ist das beste geschenkt was man einem geben kann. Über normale Dinge reden, was machen die Freunde, wie geht’s dem Partner usw. Eben über die Dinge reden über die man sonst redet. Auch wir würden gerne mal das Thema vergessen und einfach wir selber sein.

 

  • Sagen das man für die Person da ist (wenn man es auch so meint) und das man auch in dieser schweren Zeit zu ihr hält. Denn viele fürchten sich vor sozialer Abgrenzung.

 

  • Wenn man sich nicht stark genug fühlt dem Freund gegenüber zu treten, dann wenigstens per Handy melden oder anrufen. Gar nicht melden erzeugt ein Gefühl egal zu sein oder nur in guten Zeiten für einander da zu sein.

Das sind ein paar Hilfen aus meiner Sicht. Wenn ihr noch was ergänzen wollt oder ihr sagt mit dem Punkt XY stimme ich überhaupt nicht über ein, dann schreibt mir das gerne.

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